Menschen die solches Handeln vollbringen sind schuldig für Ihr Handeln. Diese Schuld beginnt aber bereits sehr früh auf der Laufbahn und ist eine Kette von Entscheidungen, sein Gewissen immer wieder abstumpfen zu lassen oder die Weigerung selbst erfahrene traumatische Erlebnisse angemessen zu verarbeiten. In der letztendlichen Verblendung und dem sich daraus oft ergebenden Wahn, ist es dann oft schwierig von "Zurechnungsfähigkeit" zu sprechen. Dies kann man mit dem rollen einer Schneekugel vergleichen. Je länger die Kugel im Schnee gerollt wird, umso mehr Schnee bleibt an ihr haften. Bis zu einer gewissen Grösse hat man das ganze noch im Griff, ab einer gewissen Grösse kann man die Kugel nicht mehr kontrollieren. In der Ebene bleibt die Kugel liegen und bildet oft den unteren Teil eines Schneemannes. An einem Hang rollt schliesslich die Kugel unhaltbar wie eine Lawine zu Tal. In diesem Vergleich ist der Schnee ein Bild auf die unkontrollierten Gefühle und Entscheidungen aus dem Bauch heraus und es kommt dann irgendwann zu der Situation, wo man sich nicht mehr beherrschen kann. Eine dauerhafte Heilung ist aber fast immer damit verbunden, dass die Menschen in solchen Situationen die Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen und nicht mehr die Schuld abschieben auf Situationen , das eigene Unvermögen oder die Umstände. Eine Anerkennung der eigenen Verantwortung heisst nicht, dass andere mich nicht beeinflusst haben, oder dass gewisse Reaktionen nicht aus traumatischen Erlebnissen heraus entstanden sind. Es bedeutet aber, dass wir als Menschen die Macht der eigenen Entscheidung haben und das wir auch anders auf Versuchungen, Probleme, schwierige und auch schmerzliche Situationen reagieren können. |