Hopenet.ch: Glück und Wohlstand - kann es dauerhat sein?

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GLÜCK

Interview mit Diana Zedler
 
 
B: Was ist Glück? Erfolg oder ein hoher Lebensstandard oder eine gute Gesundheit oder eine Veranlagung bestimmter Menschen? Wenn dem so ist, dann kann man Diana Zedler als Glückskind bezeichnen. Diana, du hattest eine schöne Kindheit, bist glücklich verheiratet, wohnst im eigenen Haus, bist Mutter zweier Kinder, Ärztin und hast schon mit 31 Jahren eine eigene Praxis aufgemacht. Du scheinst das Glück gepachtet zu haben. Ist dem so?

D: Bereits als Kind hat mein Vater mich als Glückskind bezeichnet: Alles was ich anfassen würde, gelänge mir auch. Das war in der Schule so und im Studium: alles hat geklappt. Ich dachte, ich würde alles mit links schaffen. Ich habe geheiratet, einen wunderbaren Mann, die Ehe war sehr gut, sehr glücklich; ich habe auch nichts anderes erwartet. Als die Kinder kamen ging auch da alles sehr gut. Ich dachte auch da: "Super, dass manage ich alles." Später ist jemand auf mich zugekommen und hat mir eine Praxis offeriert, auch um dies musste ich mich nicht bemühen. Die Praxis lief sofort gut. Bei meinem Mann und seiner Praxis lief auch alles gut. Ich dachte, dass das mit diesem Power einfach so weiterginge . Dann bauten wir auch noch ein Haus, an einer schönen Lage. Wir haben uns sehr gefreut und gedacht, dass wir jetzt alles haben.

B: Hast du nie Pech gehabt in Deinem Leben?

D: Drei Tage vor dem Umzugstermin hatte ich einen Hörsturz, das heisst: Ich hatte ein starkes Ohrensausen, ich hörte nichts mehr auf dem linken Ohr, hatte Schwindelgefühle. Ich dachte aber, dass ich auch das gut in den Griff bekäme und dass das bald vorüberginge. Aber dem war nicht so. Die Krankheit ist geblieben. Es ging mir immer schlechter. Ich konnte nicht mehr gehen, nichts mehr im Haushalt machen, meine Familie nicht mehr versorgen, konnte nicht mehr arbeiten, musste zu Hause einfach liegen bleiben. Da hatte ich Zeit gehabt, über einiges nachzudenken. Unter anderem über meine Glückssträhne. Ich musste einsehen, dass ich eigentlich nichts mehr hatte. In dieser Not habe ich nach Gott gesucht, ich hatte auch schon von Jesus und Gott gehört. Eines Tages bin ich unter Tränen vor unserem Bett niedergekniet und habe nach Gott geschrien und ihn gebeten, dass wenn er da ist, wenn es Jesus gibt, dass er in mein Leben kommt und ich etwas spüren könnte ihn meinem Herzen. Es geschah auch wirklich etwas: mein Schreien hatte Gott vernommen und ich konnte ein Gefühl von Frieden und Glücklichsein verspüren, obwohl es mir körperlich nicht besser ging. Das hat mich überwältigt.

B: Du sprichst auch hier vom Glücklichsein. Was ist der Unterschied zwischen dem vorherigen und dem jetzigen Glück?

D: Der Unterschied ist, dass sich das Glück vorher auf materielle Dinge bezog, Dinge, die man verlieren kann. Jetzt ist es ein Nachhausekommen, ich habe den Sinn des Lebens gefunden: Ich habe mein Leben Jesus übergeben und ihm die Führung in meinem Leben überlassen. Mich an der Hand nimmt und führt. Ich bin nach 30 Jahren Suche nach Hause gekommen. Gott persönlich kennenlernen kann man nicht beschreiben, man muss es erleben. Das ist das Beste, das ich je erlebt habe.

B: Ich danke für das Gespräch und bin froh, dass du wirklich ein wahrhaft glücklicher Mensch bist, dass auch dein Mann Jesus gefunden hat und mit dir glücklich sein darf.

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