Hopenet.ch: Warum Leid - Ein Input zum Thema Leid aus biblischer Sicht

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LEID

Interview mit Richard Pua
 
 

B: Richard Pua lebt mit seiner Frau in den Bergen. Die Natur bedeutet ihm viel. Skifahren, die Hochjagd, Bergsteigen und Fischen sind seine Hobbies. Doch seit neun Jahren ist seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Er musste insgesamt acht Operationen über sich ergehen lassen, kommt ohne regelmässige Therapie nicht aus und leidet auch immer wieder unter Schmerzen.

Richard wie kam es zu diesem Leiden?


R: Es war ein Unfall. Ich war mit meinem Sohn in den Bergen an einem Wildbach am Fischen. Als es Zeit war nach Hause zu gehen, stiegen wir den Berg hoch. Es war ziemlich steil und Schiefergebiet. Einen Meter unterhalb der Anhöhe rutschte ich auf einer Schieferplatte aus und fiel dreissig Meter in die Tiefe. Da lag ein Baum, der meinen Sturz aufhielt, sonst wäre ich in den Fluss, welcher Hochwasser hatte, gefallen und wäre ertrunken. Da habe ich mir selbst die erste Hilfe geleistet, denn ich hatte einen offenen Beinbruch. Ich hatte keine Kraft mehr in den Muskeln meiner Schulterpartie. Trotzdem konnte ich die Hosenträger ausziehen und damit mein Bein abbinden. Ich habe immer wieder aufgemacht, damit das Blut durchlaufen konnte. In der Zwischenzeit kam die REGA und flog mich nach Chur ins Spital. Die Arztprognose war negativ: Das Bein war in einem schlimmen Zustand: entweder würde es viele Komplikationen geben oder es müsste amputiert werden. Aber die Komplikationen traten nicht ein.


B: Du bist gläubiger Christ. In der Bibel steht doch, dass Gott seine Kinder schützt. Hatte dich damals Gott im Stich gelassen?


R: Nein, sicher nicht, denn am Morgen hatte ich mein grosses Natel, das damals noch acht Kilo wog, nach anfänglichem Zögern mitgenommen wieso und warum weiss ich heute! Der Baum war mir auch von Gott geschenkt worden, damit stoppte er meinen Sturz und so konnte ich gerettet werden ohne das Schlimmste. Und es gab keine Komplikationen im Bein. Es gab acht Operationen und das Bein musste nicht amputiert werden. Und da kann ich dankbar sein.


B: Trotzdem leidest du auch heute noch unter den Folgeschäden deines Unfalls. Die Heilung der Schulterpartie ist komplizierter. Kannst du erklären, warum Gott dich nicht auf einen Schlag gesund gemacht hat?


R: Er wird mich gesund machen. Aber er weiss wie und wann. Mit Gott kann man Schmerzen besser tragen. Ich kann sie ihm abgeben und er hilft mir jeden Tag.


B: Danke Richard für das Gespräch.

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